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Energie-Blog

Mittwoch, 28. Juli 2010 - 11:46 Uhr
Offshore Windparks in der Ostsee geplant

Das der Welt die Vorräte an Kohle, Öl und Gas ausgehen, hat sich mittlerweile auch zu den konsequentesten Energiesündern herumgesprochen. Während anderswo erst jetzt so langsam aber sicher ein Umdenken beginnt, hat man in Deutschland bereits das nächste große Projekt beschlossen, mit dem erneuerbare Energie gewonnen werden kann: Windenergie auf offener See.

Die Windenergie ist, wie Sonnenenergie, Geothermie oder Bioenergie, eine der erneuerbaren Energien, die, so planen Politiker, bis 2030 mindestens 50% des deutschen Strombedarfs decken sollen. Jede einzelne dieser regenerativen Energiequellen könnte zwar alleine schon den Strombedarf der gesamten Menschheit um ein vielfaches decken. Allein die Erschließung der schier unendlichen Ressourcen durch Solarenergie, Wasserenergie oder Windenergie muss noch geplant und vor allem finanziert werden.

So auch die Offshore Windpark Projekte Borwin. Sie werden vom deutschen Übertragungsnetzbetreiber Transpower aus Bayreuth geplant und finanziert. Für die zwei Anlagen Veja Mate und Global Tech1 wurden zuletzt im Juni 2010 Aufträge in Höhe von einer halben Milliarde Euro an Siemens Energy und die italienische Prysmian durch Transpower vergeben, die zum Bau der neuen Anlagen benötigt werden.

Veja Mate und Global Tech1 gehören zum Windparkcluster Borkum, von dem bis 2012 eine Stromleistung von ca. 2900MW erwartet wird. Um diese Erwartungen zu erfüllen, hat Transpower kürzlich den Startschuss Global Tech1 und Veja Mate gegeben.
Veja Mate ist der zweite Offshore Windpark nach BARD Offshore 1. Die Baugenehmigung vom Schifffahrtsamt wurde am 31.08.2009 erteilt und Ende 2011 sollen die ersten 40 Windenergieanlagen des Kraftwerks am Stromnetz sein.

Natürlich ist die Konstruktion der Anlagen, das Schleppen auf die hohe See und das Verlegen der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung an den nächstgelegenen Einspeisepunkt sehr viel kostspieliger als Windkraftwerke an Land zu bauen. Die Bundesregierung ist sich aber da ihrer Aufgabe bewusst: Hinter dem Erneuerbare-Energien-Gesetz der Bundesregierung von 2006 verbergen sich für die Energieunternehmen Subventionen und Verpflichtungen zum Bau von Anlagen für erneuerbare Energien.
Grün für die Zukunft!

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