Onshore Windenergie

Effizienz der Onshore Windenergie

Mit „Onshore-Windenergie“ bezeichnet man die klassische Nutzung der Windenergie an Land. Den Startschuss für Windparks in Deutschland lieferten das Stromeinspeise- und das spätere Erneuerbare-Energien-Gesetz, auf deren Grundlage neben anderen Formen erneuerbarer Energien auch der Bau von Windkraftanlagen gefördert wird. In den letzten zehn Jahren hat daher ein regelrechter Boom beim Bau von Windkraftanlagen eingesetzt, so dass im Jahr 2008 bereits 7 % des Gesamtstrombedarfs durch die Nutzung der Windenergie abgedeckt werden konnten.

Die Windenergie an Land leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Erneuerbare-Energien-Anteil am Gesamtstrombedarf. Die deutsche Bundesregierung hat als Ziel gesetzt, dass erneuerbare Energien künftig sogar 30 % des gesamten Strombedarfs decken sollen. Durch die hohen Investitionen im Bereich der Onshore-Windenergie wurde schon ein wichtiger Beitrag geleistet, um dieses ehrgeizige Ziel erreichen zu können und damit eine Trendwende hin zu einer klimafreundlichen Energieversorgung zu schaffen.

Insbesondere in den windreichen Küstenregionen wurden viele Windparks errichtet. Mehr Wind bedeutet mehr Strom, der in das Stromnetz eingespeist werden kann. Prinzipiell können Windkraftwerke aber überall betrieben werden, wo die Windstärken ausreichend hoch sind. Durch Messung der vor Ort herrschenden Windverhältnisse muss daher zunächst festgestellt werden, ob sich die Installation einer solchen Anlage am gewünschten Standort lohnt.

Die bisher errichteten Windenergieanlagen haben sich bewährt und bewiesen, dass sie effizient und zuverlässig arbeiten. Es wird jedoch immer schwieriger, geeignete Flächen für neue Onshore-Windparks zu finden. Aus diesem Grund werden zukünftige Anlagen vorzugsweise nicht mehr an Land, sondern auf dem Meer errichtet. Diese Offshore-Windparks haben den Vorteil, keine Bebauungsfläche zu beanspruchen und stellen zudem abseits der Küste keine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes dar. Zudem sorgen die höheren Windstärken auf dem Meer dafür, dass die Offshore-Anlagen mehr Strom produzieren können.

Die bewährten Windkraftanlagen an Land sind allerdings wartungsfreundlicher und es kann auf einen größeren Erfahrungsschatz zurückgegriffen werden. Dieses Know-how muss bei den Offshore-Windkraftanlagen erst noch erworben werden. Da sich die meisten Offshore-Windparks noch in der Planung befinden und erst wenige Anlagen tatsächlich in Betrieb sind, wird daher die Offshore-Windenergie auch in den nächsten Jahren unverzichtbar bleiben.

Ein hohes Potenzial liegt zudem im sogenannten „Repowering“. Damit ist die Ersetzung älterer Windkraftanlagen gegen neue und wesentlich effektivere Anlagen gemeint. Durch die höhere Effizienz der neuen Windenergietechnik kann auf kleinerer Fläche mit weniger Anlagen mehr Strom produziert werden. Durch den Austausch einer alten Windenergieanlage gegen eine neue ist ein bis zu dreimal höherer Energieertrag möglich. Die höhere Effizienz moderner Windkraftanlagen kann somit den Stromertrag aus der Onshore-Windenergie deutlicht erhöhen, ohne dass neue Windparks errichtet werden müssen.